PRO ASYL Kampagne: Stoppt das Sterben!

Berichte über Frontex: Bootsflüchtlinge werden abgedrängt - Menschenrechtliche Leitlinien fehlen noch immer - Deutsche Beamte nehmen Flüchtlingsbooten Treibstoff und Lebensmittel weg  [Mehr auf unserer Kampagnenseite www.stoppt-das-sterben.eu]

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Aufruf: Jahr für Jahr Tausende Tote an Europas Grenzen: Stoppt das Sterben!

Auf der Suche nach einem menschenwürdigen Leben sterben Tausende Flüchtlinge und Migranten an Europas Grenzen. Es sind Menschen, die durch Kriege, Verfolgungen, Gewalt und elende Existenzbedingungen aus ihrer Heimat vertrieben werden. Auf der Flucht drängen sie sich in winzigen Booten zusammen, verstecken sich in Lastwagen, kampieren in provisorischen Lagern oder vor hochgerüsteten Grenzanlagen. Häufig ertrinken, verdursten oder ersticken sie. Viele sterben an Erschöpfung.

Deutschland und die anderen EU-Staaten reagieren auf die Schutzsuchenden an den Außengrenzen mit massiver Aufrüstung und Abschreckung.

Wir fordern:

Stoppt das Sterben! Menschenrechtswidrige FRONTEX-Einsätze sind einzustellen!

Menschenleben müssen gerettet werden. Wenn jemand vor unseren Augen zu ertrinken droht, müssen wir helfen.

Flüchtlinge müssen geschützt werden. Der Zugang zu einem fairen Asylverfahren in Europa ist zu gewährleisten. Die Genfer Flüchtlingskonvention und die Europäische Menschenrechtskonvention müssen eingehalten werden.

Gesamter Aufruf als PDF-Download

Kampagnen-Internetseite: www.stoppt-das-sterben.eu   Hier Online-Unterschreiben

30.000 Unterschriften wurden zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2008 bereits dem Europäischen Parlament übergeben (siehe www.proasyl.de). PRO ASYL ruft dazu auf, die Kampagne auch weiterhin zu unterstützen.

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Artikel zur Kampagne und zu Frontex aus: Badisches Tagblatt, Baden-Baden vom 26. August 08

Videospot der Internet-Parodieshow Spinwebtv zum Thema "Frontex"

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Das Jugendnetz Wetzlar hat zur Kampagne einen Rap geschrieben und ein Musikvideo gedreht, um auf das Sterben im Mittelmeer aufmerksam zu machen. Das Video hat das Jugendnetz bei einem Kurzfilmwettbewerb von www.diegesellschafter.de eingereicht. Um Bewertungen über die Internetseite wird gebeten! Sie helfen, das Thema öffentlich zu verbreiten.

Im August hat das Jugendnetz dazu eine Aktion (Video) in der Lahn gemacht, um Bürgerinnen und Bürger aufzufordern, nicht wegzuschauen, wenn an den Grenzen Europas die Menschen qualvoll ertrinken.

save me - Flüchtlinge aufnehmen

Ein breites Bündnis von PRO ASYL mit dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR), Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Menschenrechts- und Flüchtlingsorganisationen fordert, dass Deutschland jedes Jahr ein Kontingent an Flüchtlingen aus den Erstzufluchtsstaaten aufnimmt und integriert.

 

Kriege, politische Krisen oder andere existenzielle Nöte zwingen jedes Jahr viele tausend Menschen zur Flucht. Einen sicheren Staat, der eine neue Lebensperspektive bietet, können die wenigsten Flüchtlinge erreichen. Viele wollen langfristig zurück ins Herkunftsland, doch eine Rückkehr ist oft auf unabsehbare Zeit unmöglich. Ohne eine Perspektive auf ein menschenwürdiges Leben sitzen viele Flüchtlinge jahrelang in eigentlich provisorischen Lagern fest.

Wir fordern, Flüchtlinge aus den schwierigen Verhältnissen in den Erstaufnahmestaaten heraus nach Deutschland zu holen. In der Fachsprache wird diese organisierte Aufnahme "Resettlement" oder "Neuansiedlung" genannt.

Das Faltblatt "Resettlement - Für ein Programm zur Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland" informiert kurz und übersichtlich über die wesentlichen Aspekte der Flüchtlingsaufnahme.

Faltblatt "Resettlement" zum Download [vierfarbig]  [schwarzweiß]   [bestellen] 

Wir rufen dazu auf, die save me-Kampagne bundesweit in vielen Städten und Gemeinden aufzugreifen. Auf der Homepage save-me-kampagne.de finden engagierte Menschen Anregungen und Werkzeuge, um in ihrer Kommune für ein Aufnahmeprogramm zu werben.

Ein zweites Faltblatt informiert über das Konzept der Kampagne, die Formen der Unterstützung durch PRO ASYL und gibt Tipps und Hilfestellungen zur Durchführung einer eigenen Save-me-Initiative vor Ort.

Faltblatt "Infos und Tipps" zum Download [vierfarbig] [schwarzweiß]

NEU: Broschüre "Für ein Programm zur Aufnahme von Flüchtlingen"

Sie informiert auf 32 Seiten ausführlich über Idee und Praxis von Resettlement und beschreibt historische Vorerfahrungen bei der Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland. Nachdrücklich werben die Herausgeberorganisationen für die Einrichtung eines kontinuierlichen deutschen Aufnahmeprogramms und benennen schließlich konkrete Erfordernisse bei seiner Gestaltung.

Broschüre zum  [Download]    [Bestellen]

 

Stand: Februar 2009

Keine Abschiebungen in den Irak!

PRO ASYL und Bayerischer Flüchtlingsrat: Gemeinsamer Aufruf für ein Aufenthaltsrecht irakischer Flüchtlinge und das Ende der Widerrufsverfahren gestartet

 

Täglich sterben Menschen im Irak, vier Millionen IrakerInnen sind auf der Flucht, doch deutsche Behörden tangiert das nicht. Irakischen Flüchtlingen wird das Asyl und die Aufenthaltserlaubnis entzogen und die Abschiebungen in den Irak haben bereits begonnen. Doch solange es keine Sicherheit im Irak gibt, sind Abschiebungen indiskutabel, denn irakische Flüchtlinge brauchen unseren Schutz und eine gesicherte Lebensperspektive. Unterzeichnen deshalb auch Sie den Aufruf gegen Abschiebungen in den Irak und für eine Aufenthaltserlaubnis für irakische Flüchtlinge! Im Sommer 2008 wird der Aufruf an den Bundestag, das Innenministerium sowie die Innnenministerkonferenz übergeben werden.

Aufruftext       Den Aufruf downloaden

Den Aufruf Online unterzeichen          Alle UnterzeichnerInnen einsehen

Warnung vor Abschiebungen in den Kosovo

Foto: Nicolaus von Holtey

PRO ASYL und amnesty international starten gemeinsame Aktion gegen die Abschiebung von  Minderheitenangehörigen

 

PRO ASYL und amnesty international fordern die Innenminister der Bundesländer nachdrücklich auf, keine Abschiebungen von Minderheitenangehörigen in den Kosovo durchzuführen und den Geduldeten und Traumatisierten einen sicheren Aufenthaltsstatus zu erteilen. 

In Deutschland leben etwa 33.000 Minderheitenangehörige aus dem Kosovo, die vor schweren Menschenrechtsverstößen geflohen sind. In Deutschland haben sie nach ihrer Vertreibung durch die Albaner 1998/99 vorübergehend einen gewissen Schutz gefunden. Sie leben hier jedoch nur mit einer Duldung und müssen damit rechnen, abgeschoben zu werden.

Die Sicherheitslage im Kosovo ist weiterhin instabil und droht im Zuge der aktuellen Statusverhandlungen erneut zu eskalieren. Dass bei einem neuen Gewaltausbruch vor allem Angehörige von Minderheiten betroffen sein werden, ist sehr wahrscheinlich. Die deutschen Innenminister ignorieren jedoch die Warnungen der UN-Übergangsverwaltung des Kosovo (UNMIK) vor zwangsweisen Rückführungen von Minderheiten in das Kosovo: Sie haben immer wieder angekündigt, Minderheiten möglichst bald in großer Zahl dorthin abzuschieben.

Ein Faltblatt mit ausführlicheren Informationen und einer Postkarte, gerichtet an den Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Senator Dr. Erhart Körting, kann hier herunterladen

(Seite 1)  (Seite 2) oder bestellt werden.

Stand: September 2007

Gegen das Sterben an den EU-Außengrenzen

Appell an die Ministerpräsidenten Spaniens und Marokkos und die deutsche EU-Ratspräsidentin

 

Immer wieder werden Flüchtlinge und Migranten an der spanisch-marokkanischen Grenze um Melilla schwer verletzt. Als im Herbst 2005 Hunderte versuchten, den Grenzzaun zu überwinden, wurden mindestens 14 Menschen getötet. Einige von ihnen wurden erschossen. Der Sachverhalt ist bis heute nicht aufgeklärt. Erst jüngst hat die spanische Regierung mit Hilfe von EU-Geldern die Grenze zu Melilla zu einem neuen Eisernen Vorhang aufgerüstet.

PRO ASYL recherchierte Anfang 2007 vor Ort, mit erschütterndem Ergebnis: [mehr]

PRO ASYL richtete daraufhin einen Appell an die Ministerpräsidenten Spaniens und Marokkos, auf die strikte Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Flüchtlingen und Migranten zu achten. Insbesondere forderten wir, die unmenschliche Grenzanlage in Melilla zu entschärfen und Schutzsuchenden gefahrenfreien Zugang zu europäischem Territorium zu gewähren. Gleichzeitig baten wir die damalige EU-Ratspräsidentin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich für humane Lösungen an den Außengrenzen der Europäischen Union einzusetzen. Unterstützt wurde unsere Aktion von Tausenden Menschen, die Postkarten mit dem entsprechenden Appell an die Regierungsvertreter sandten.

 

PRO ASYL bedankt sich bei allen, die die Postkartenaktion persönlich unterstützt haben.

Wie wichtig breite öffentliche Unterstützung für den Schutz von Flüchtlingen und die Einhaltung der Menschenrechte ist, zeigt das ausführliche Antwortschreiben der spanischen Regierung, das den meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Postkartenaktion mittlerweile zugegangen ist. Den Inhalt dieses Schreibens sehen wir allerdings in vielerlei Hinsicht kritisch. Insbesondere kann keine Rede davon sein, dass die Verletzungsrisiken für Menschen, die die Grenzanlagen in Melilla zu überwinden versuchen, beseitigt wurden. Die Ergebnisse unserer Recherchereise und die umfassende Dokumentation unserer Partnerorganisation PRODEIN in Melilla belegen, welchen Gefahren für Leib und Leben Flüchtlinge und Migranten durch die militärische Ausstattung des Grenzzauns weiterhin ausgesetzt sind.

PRO ASYL hat im September 2007 mit einem erneuten Brief auf das Antwortschreiben der spanischen Regierung reagiert.

Den gesamten Wortlaut des Antwortschreibens der spanischen Regierung vom Juni 2007 können Sie in der Übersetzung von Kerstin Böffgen und Isabel Basterra hier nachlesen.

Unterschriftensammlung: Kettenduldung abschaffen!

Rund 28.000 Unterschriften an den Deutschen Bundestag übergeben.

 

Gemeinsam mit einer Gruppe junger Flüchtlinge aus Berlin hat PRO ASYL  am 28. September 2006 dem Deutschen Bundestag die Unterschriften übergeben. Damit wurde der Petition für eine großzügige Bleiberechtsregelung noch einmal Nachdruck verliehen.

PRO ASYL hält den Beschluss der Innenministerkonferenz für völlig unzureichend. Es gilt weiterhin, für die Zukunft Kettenduldungen zu verhindern!

[Die Petition von PRO ASYL für ein Bleiberecht für langjährig Geduldete und gegen Kettenduldungen]

CD "on the run" - Benefiz Compilation

Weshalb diese CD?

Unter dem Titel »On the Run« erschien am 14. Februar 2005 eine CD-Compilation von PRO ASYL mit neuen, raren und zum Teil unveröffentlichten Songs.

Die Musikerinnen und Musikern sind sich vor dem Hintergrund wachsender Fremdenfeindlichkeit in Deutschland einig, dass ein unmissverständliches Zeichen dafür gesetzt werden muss, dass ASYL EIN MENSCHENRECHT IST und Flüchtlinge in Deutschland Schutz brauchen. PRO ASYL setzt sich für verfolgte Menschen, den Kampf gegen rechte Tendenzen und Unterdrückung, die Verteidigung von Individualität, Freiheit, Kreativität und Vielfalt ein. Für all das steht dieses Album.

 

 

Wir freuen uns daher sehr, dass sich Künstlerinnen und Künstler aus den verschiedensten Musikrichtungen dazu bereit erklärt haben, die Arbeit und Ziele von PRO ASYL mit einem Beitrag zu unterstützen. Mit »On the Run« wollen wir auch jungen Leuten die Notwendigkeit des Rechtes auf Asyl nahe bringen.

Die Aufnahmen der meisten Songs sind bislang unveröffentlicht. Viele Lieder und Tracks wurden speziell für dies Album produziert. Der Erlös der CD kommt in vollem Umfang dem Einsatz für verfolgte Menschen durch PRO ASYL zugute.

Wir bedanken uns besonders bei den Musikerinnen und Musikern, ihren Plattenfirmen und Managements für ihr Engagement. Dank auch an die Toten Hosen und ihr Label JKP, die schon seit vielen Jahren die Arbeit von PRO ASYL unterstützen.

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