Helfen heißt handeln! Förderverein PRO ASYL

Helfen heißt handeln - Die Arbeit des Fördervereins PRO ASYL

 

Jahr für Jahr werden Hunderttausende Menschen durch Krieg und Verfolgung zu Flüchtlingen. Nur ein winziger Bruchteil dieser Flüchtlinge gelangt nach Deutschland. Statt konsequent nach Wegen zu suchen, diesen Menschen zu helfen, begegnet ihnen unsere Gesellschaft häufig mit Angst und Ablehnung. Flüchtlinge haben einen Anspruch auf Respektierung ihrer Menschenrechte und auf Schutz vor Verfolgung. Flüchtlingsschutz ist jedoch starken rechtlichen und behördlichen Restriktionen ausgesetzt, die häufig fatale Folgen haben: Fluchtgründe werden nicht anerkannt, Familien werden getrennt, gesundheitliche Fürsorge wird verweigert, Flüchtlinge werden mit ungewissem Schicksal in das Land ihrer Verfolgung zurück transportiert.

PRO ASYL hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem entgegen zu wirken. Wir helfen Flüchtlingen individuell in Situationen, in denen sie Unterstützung benötigen - z.B. in Asylverfahren vor Gericht. Und wir arbeiten politisch. Mit Analysen, juristischen Gutachten, Expertisen, Lobbyarbeit und europaweiter Zusammenarbeit greifen wir im Interesse verfolgter Menschen immer wieder wirksam in die öffentliche Diskussion ein.

Hilfe im Einzelfall

Politische, religiöse, ethnische Verfolgung, Folter, Vergewaltigung, Krieg, Bürgerkrieg, Zerstörung der Existenzgrundlagen - hinter solchen Begriffen verbergen sich individuelle Tragödien. Häufig bedeutet Flucht die letzte Rettung. Doch auch der Weg in ein sicheres Land hat viele Hindernisse. In Deutschland warten weitere Hürden. Oftmals ignorante Behörden, restriktive Asylgesetze und unzulängliche Verfahren machen es Flüchtlingen schwer, ihr Recht zu erlangen. Hinzu kommt in der Regel eine schlechte Versorgung und die menschenunwürdige Unterbringung in Lagern und Heimen.

PRO ASYL unterstützt Flüchtlinge in ihren Prozessen vor Gericht. Wenn es nötig ist, begleiten wir einzelne Verfahren bis zum Verfassungsgericht oder zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Ein weiterer erfolgreicher Weg, um Flüchtlingen in ihren Verfahren zu helfen, sind psychologische Gutachten. Hier geht es zumeist darum, erlittene Repressionen wie Folter oder Vergewaltigung, die von Einzelentscheidern des Bundesamtes oder Gerichten in Frage gestellt werden, zu verifizieren.

Öffentlichkeitsarbeit - Überzeugen durch Information

Das Schicksal von Flüchtlingen darf nicht in Vergessenheit geraten. Weder der konkrete Fall, noch der politische Hintergrund. Dazu trägt PRO ASYL seit vielen Jahren mit einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit bei, in der wir immer wieder umfassend über flüchtlingsrelevante Themen informieren.

PRO ASYL informiert mittels Pressemitteilungen, Pressekonferenzen, Flugblättern und Broschüren, regelmäßigen Mitglieder- und Spenderinformationen sowie im Internet.

  • PRO ASYL nimmt teil an Podiums-, Rundfunk- und TV-Diskussionen.
  • PRO ASYL unterstützt die Vernetzung von Initiativgruppen und erarbeitet Materialien für Veranstaltungen und Informationsstände.
  • PRO ASYL sorgt für vertiefende und fachkundige Informationen durch themenspezifische Materialsammlungen und Bücher.
  • PRO ASYL realisiert bundesweit Kampagnen, um auf Ungerechtigkeiten, Missstände und politische Fehlentwicklungen aufmerksam zu machen.
  • PRO ASYL initiiert jährlich den Tag des Flüchtlings. Zusammen mit Kirchengemeinden, Wohlfahrtsorganisationen, Gewerkschaften, Kommunen und Initiativgruppen finden zu diesem Anlass zahlreiche Veranstaltungen statt.

Ziele - Für eine humane, offene und menschenfreundliche Gesellschaft

All diese Aktivitäten dienen dazu, Menschen auf individueller, gesellschaftlicher und politischer Ebene die Situation von Flüchtlingen und Asylsuchenden nahe zu bringen. Gleichzeitig will PRO ASYL rassistischen Tendenzen in unserer Gesellschaft durch sachliche Information und die Organisation von gesellschaftlichem Widerstand entgegen wirken. Ob es um die Aushöhlung des Asylrechts, dramatische Einzelschicksale, die Rechte von Flüchtlingskindern, die skandalöse soziale Schlechterstellung von Asylsuchenden oder eine Bleiberechtsregelung geht - PRO ASYL setzt sich dafür ein, unsere Gesellschaft offener und humaner zu gestalten.

Kooperationen - über Grenzen hinweg

Von stetig größerer Bedeutung wird die europäische Zusammenarbeit von Nichtregierungsorganisationen. Die EU-Staaten planen seit Jahren ein gemeinsames Asylrecht, das zur Abschottung Europas gegenüber Flüchtlingen führen soll. Als Mitglied von ECRE, dem European Council on Refugees and Exiles mit Sitz in Brüssel, geht PRO ASYL in Verbindung mit 74 Nichtregierungsorganisationen aus 31 europäischen Staaten gegen diese Entwicklungen an. Gemeinsam wollen wir die Situation von Flüchtlingen und Asylsuchenden europaweit verbessern. Das Ziel ist ein humanes europäisches Flüchtlingsrecht, das den globalen Problemen und den unveräußerlichen Menschenrechten von Flüchtlingen und Asylsuchenden Rechnung trägt.

Jeder kann etwas für verfolgte Menschen tun!

Jeder, der sich für Flüchtlinge engagieren möchte, kann Mitglied im Förderverein PRO ASYL werden. Über 13.000 Menschen unterstützen auf diese Weise unsere Arbeit. Das macht uns stark und unabhängig. Unsere Unterstützerinnen und Unterstützer wissen, dass ihre Mitgliedsbeiträge und Spenden sorgfältig und verantwortungsbewusst für die Realisierung der gemeinsamen Ziele eingesetzt werden.

 

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Hinweis: Ihre Spendenquittung für das Jahr 2008 senden wir Ihnen Ende Januar / Anfang Februar 2009 zu. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Tätigkeitsbericht des Fördervereins PRO ASYL

Unverminderter Einsatz für Flüchtlinge,Menschenrechte und Integration - in Deutschland und Europa

 

PRO ASYL war in 2007 / 2008 in zahlreichen Themenfeldern aktiv und konnte mit seiner Arbeit so manchen Erfolg erzielen. Insbesondere die Europaarbeit wurde ausgebaut. Einen Überblick über die Schwerpunkte der Aktivitäten hat der Vorstand des Fördervereins PRO ASYL im Juli 2008 in seinem Tätigkeitsbericht veröffentlicht. Im Fokus standen im Berichtszeitraum 2007 bis 15. Juni 2008 folgende Themen: die Situation von Flüchtlingen an den europäischen Außengrenzen, hier insbesondere Menschenrechtsverletzungen in Griechenland, Fluchtursachen im Wandel in Zeiten der Globalisierung, Kritik an den Verschärfungen im Zuwanderungsgesetz, Einsatz für ein Programm zur Aufnahme von Flüchtlingen, Einzelfallhilfe.

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