Heribert Prantl erhält Kettelerpreis. Preisgeld geht an PRO ASYL

Von links nach rechts: Dr. Heiner Geißler, Pfarrer Albin Krämer, Bundespräses der KAB, Hans Pappenheim, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung ZASS, Dr. Jürgen Micksch, Vorsitzender von Pro Asyl, Dr. Heribert Prantl und Georg Hupfauer, Vorsitzender der KAB. Foto: ZASS

Asyl ist nicht bloß Gnaden-, sondern Menschenrecht.

Heribert Prantl, der Leiter des Ressorts Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung, wurde mit dem Kettelerpreis der Stiftung der Arbeit und der sozialen Sicherung (ZASS) geehrt. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde von Herrn Prantl am 30.11.2008 an die PRO ASYL-Stiftung übergeben. PRO ASYL bedankt sich ganz herzlich für diese großzügige Unterstützung.

Heribert Prantl: "Als ich vor 21 Jahren Journalist geworden bin, war Pro Asyl die erste engagierte Gruppe, auf die ich traf: PRO ASYL war die Stimme der Humanität in den entsetzlichen politischen Debatten zur Ausländer- und Flüchtlingspolitik. Diese Stimme der Humanität ist PRO ASYL geblieben, und sie ist immer lauter und kräftiger geworden. Das Preisgeld von 10 000 Euro, das ich PRO ASYL stifte, soll eine Art Hustenbonbon sein: Auf dass diese Stimme laut und kräftig bleibe."

Das Preisgeld wurde vom Vorsitzenden des Stiftungsrats, Dr. Jürgen Micksch, in Mainz entgegen genommen. Die Stiftung PRO ASYL setzt sich u.a. für die Einhaltung der Menschenrechte an den Grenzen Europas ein. Durch den Kettelerpreis wird mit Heribert Prantl in diesem Jahr ein Mann geehrt, der unermüdlich vor dem Verlust demokratischer Kultur warnt und dramatisierenden Szenarien zum Thema "Flucht und Migration" durch kritische Berichterstattung entgegentritt.

Rede von Heribert Prantl

Pressemitteilung der Stiftung PRO ASYL

Pressemitteilung der Stiftung ZASS      Stiftung der Arbeit und der sozialen Sicherung

Stiftungspreis 2008

Die Stiftung PRO ASYL hat ihren Menschenrechtspreis, die PRO-ASYL-Hand, in diesem Jahr an die Athener Rechtsanwältin Marianna Tzeferakou verliehen.

Marianna Tzeferakou wurde für Ihren leidenschaftlichen, hartnäckigen und kompetenten Einsatz für Schutzsuchende an der europäischen Außengrenze sowie den griechischen Haftlagern mit der PRO-ASYL-Hand ausgezeichnet. Marianna Tzeferakou hat in dramatischen Einzelfällen die illegale Zurückschiebung von Flüchtlingen verhindert und eine öffentliche Diskussion über die Menschenrechtsverletzungen in Griechenland angestoßen.

Der Preis wurde Frau Tzeferakou in einer feierlichen Festveranstaltung am 06. September stellvertretend für die Group of Lawyers - der griechischen Anwaltsvereinigung für die Rechte von Flüchtlingen und Migranten - sowie die Solidaritätsgruppen auf Chios, Samos und Lesbos in Frankfurt überreicht. [mehr]